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Theater Narrenschiff: Rolle des Sir Andrew in Shakespeares „Was Ihr Wollt“

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Diesen Sommer bin ich im Theater Narrenschiff in Unna als der etwas exzentrische Sir Andrew zu sehen

Theater Narrenschiff Unna, Christian Michalak, Was Ihr Wollt, Shakespeare
Sir Toby (Marco Janiel), Feste, der Narr (Judith Binias), Sir Andrew Aguecheek (Christian Michalak) und Maria (Tanja Brügger) in Shakespeares „Was Ihr Wollt“, von links nach rechts. Foto: Nils Jacobi/André Decker

Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian werden bei einem Schiffbruch auf hoher See voneinander getrennt. Viola wird in Illyrien an Land gespült, einem zauberhaften und unbekannten Ort. Sie beschließt, sich als junger Mann auszugeben und tritt als Page Cesario in den Dienst des Herzogs Orsino. Der Herzog ist unglücklich in Gräfin Olivia verliebt, die aus Trauer über den Tod ihres Bruders sieben Jahre der Liebe abgeschworen hat. Orsino beauftragt Viola/Cesario, seine Liebesschwüre an Olivia zu überbringen. Doch die schöne Gräfin ist viel mehr an dem entzückenden Liebesboten interessiert als an Orsinos müden Versen. Zeitgleich bemühen sich einige Tunichtgute an Olivias Hof um die Gunst der Gräfin, die die Dienstbotin Maria mit einem Komplott aufs Glatteis führen will. Als dann auch noch Viola aufkeimende Gefühle für ihren Auftraggeber Orsino entdeckt, ist das Liebeschaos perfekt.

Shakespeares turbulente Verwechslungskomödie «Was Ihr Wollt»wurde 1601 am Dreikönigstag (daher der englische Titel «Twelfth Night») uraufgeführt, der traditionell den Beginn der Karnevalszeit markierte. In dieser Zeit der Narrenfreiheit war alles erlaubt, das einfache Volk konnte in Maskenspielen seine Identität ändern und ungestraft Herrscher aufs Korn nehmen. Vieles davon findet sich in Shakespeares Stück wieder: Frauen in Männerkleidern, Diener, die Herren sein wollen, Narren, die ihre Herren foppen, und Menschen, die vorgeben, jemand anderes zu sein, sorgen für Verwechslungen am laufenden Band. André Deckers märchenhafte Bearbeitung betont das Absurde dieses hemmungslosen Chaos. Seine an Bewegungstheater angelehnte Inszenierung spielt mit Elementen der Commedia dell’arte, um die karnevaleske Ausgelassenheit des Stückes voll zur Geltung zu bringen. Trotz allem kommt auch Shakespeares scharfer Wortwitz nicht zu kurz, der sich in unvergesslichen Wortgefechten niederschlägt. Ein perfekter Abend also für alle, die sich von einer Welt verzaubern lassen wollen, in der die geregelte Ordnung Kopf steht.

Bearbeitung & Inszenierung: André Decker

Es spielen: Judith Binias . Tanja Brügger . Florian Eller . Nils Jacobi . Marco Janiel . Marina Lünemann . Christian Michalak . Johannes Schmidt . Marc Selzer . Natalie Smykala . Sofia Velhinho

Premiere: 04. Juni 2016
Weitere Aufführungen: 05./11./24.06. & 8./9.07. um 19.30 Uhr

Abendkasse 13 Euro . Vorverkauf 10 Euro, zzgl. VVK-Gebühr an den Vorverkaufsstellen
Ermäßigungen *: Abendkasse 9 Euro, Vorverkauf 8 Euro, zzgl. VVK-Gebühr an den Vorverkaufsstellen
Schüler-Studentenspecial: Freitags 6 Euro! (Nur an der AK . Gilt nicht für Premieren)

Premierenzuschlag: 3 Euro auf alle AK und VVK Preise.

Vorverkaufsstelle: i-Punkt im zib, Lindenplatz 1 , Unna . Tel. 02303-103777

Kartenreservierung zum AK Preis: mail@theater-narrenschiff.de
Ihre Karten liegen dann am Vorstellungstag an der Abendkasse für Sie bereit und müssen erst vor Ort bezahlt werden.

Theatergutscheine: 13 Euro, oder 5 Theatergutscheine für 55 Euro.
Schüler/Studenten Gutscheine*: 9 Euro, oder 5 für 30 Euro.
Die Gutscheine gelten für alle Vorstellungen in unserem Haus und sind an der Abendkasse oder im i-punkt im zib erhältlich. Gutscheine können nur an der Abendkasse eingelöst werden.

* Die ermäßigten Eintrittspreise gelten für Schüler, Studenten, Auszubildende nur bei Vorlage eines gültigen Ausweises.

Presseecho:

Was die Inszenierung des Narrenschiffs aber so sehenswert macht, sind Bühnenbild, Kostüme und Make-up. Ein bisschen Barock, ein bisschen Romantik, etwas Zirkus und viel Theaterzauber machen „Was ihr wollt“ zu einem bunten Stilmix, der aber behutsam zusammengefügt zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk gewachsen ist. Auch dem gelungenen Zusammenspiel der Darsteller ist es zu verdanken, dass jede Szene ein Gemälde sein könnte. Hellweger Anzeiger, 05.06.2016